Partnerschaft, Planung, Präzision: 
Was den DSW am DUS erfolgreich macht

Als kritische Infrastruktur steht der Flughafen Düsseldorf täglich unter hohem Erwartungsdruck: Sicherheit muss zuverlässig funktionieren – und zugleich sollen Passagiere zügig ans Ziel kommen. Seit 2020 führt der Deutsche Schutz- und Wachdienst (DSW) die Luftsicherheitskontrollen am DUS durch und entwickelt Strukturen, Qualifizierung und Steuerung gemeinsam mit Bundespolizei und Flughafen kontinuierlich weiter. Heute zeigt sich: Partnerschaft, effiziente Planung in eigener Verantwortung und gezielte Investitionen zahlen direkt auf stabile Abläufe und kurze Wartezeiten ein.

Verantwortung an einem der wichtigsten Standorte

Der Flughafen Düsseldorf ist einer der zentralen Luftverkehrsknotenpunkte in Nordrhein-Westfalen. 21 Millionen Passagiere, über 150.000 Flugzeugbewegungen und große Frachtvolumina pro Jahr machen deutlich, welche Verantwortung hier täglich zusammenkommt. In diesem Umfeld bedeutet Luftsicherheit vor allem eines: stabile Prozesse unter hoher Auslastung. Dafür braucht es klare Abläufe, qualifiziertes Personal und eine enge Abstimmung zwischen Bundespolizei, Flughafen und Dienstleister. Genau darauf richtet der DSW seine Arbeit aus – stabil, partnerschaftlich und so organisiert, dass Wartezeiten möglichst kurz bleiben.

DSW übernimmt Planungs- und Steuerungsverantwortung

„Dass Luftsicherheitskontrollen reibungslos funktionieren, ist Teamleistung. Die unserer Mitarbeiter, genauso wie die unserer Partner. Wir arbeiten eng mit der Bundespolizei und dem Flughafen zusammen, stimmen Schnittstellen sauber ab und halten Kommunikationswege bewusst kurz“, fasst Nicole Oppermann, Geschäftsführerin beim DSW, das Erfolgsprinzip zusammen. „Wenn alle Beteiligten dasselbe Lagebild haben und Informationen schnell dort ankommen, wo sie gebraucht werden, laufen auch komplexe Abläufe verlässlich. Partnerschaft ist für uns Arbeitsprinzip.“ Diese Haltung zeigt sich auch in der Weiterentwicklung der Planung und Steuerung des Luftsicherheitskontrollpersonals: Nach dem Wiedergewinn des Auftrags zu Januar 2025 hat der DSW zusätzlich Verantwortung für die zentralen Planungs- und Steuerungsprozesse übernommen. Wie der Ablauf genau aussieht, erklärt Mehtap Khalaj, DSW-Niederlassungsleiterin: „Wir erhalten die relevanten Daten direkt vom Flughafen, analysieren das Passagiereintreffverhalten, leiten daraus Personalanforderungen ab und stimmen die Planung mit der Bundespolizei ab, die diese genehmigt. Das erhöht die Effizienz, beschleunigt Abstimmungen und stärkt die Steuerungsfähigkeit im Tagesgeschäft. Klares Ziel sind kurze Wartezeiten für die Passagiere.“ Der Übergang dorthin war bewusst in Etappen organisiert: In der Vorbereitungsphase standen Wissenstransfer, Hospitation und die Analyse bestehender Prozesse im Mittelpunkt. In der Umsetzungsphase folgten strukturierter Datentransfer, die Anpassung der Planungsinstrumente und die Integration in bestehende Systeme. Parallel wurden Abläufe fortlaufend optimiert. In der Realisierungsphase ging die Aufgabe vollständig in die Verantwortung des DSW über. Entscheidend waren dabei stabile, transparente Routinen und eine kontinuierliche Abstimmung mit allen Partnern am Standort. Dass dies bereits in der ersten Phase der Übernahme reibungslos funktioniert hat, ist das Ergebnis intensiver und vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie zahlreicher Abstimmungsgespräche und detaillierter Analysen zur nachhaltigen Prozesssicherung. 

Qualitätssicherung durch Investitionen und Training

Effiziente Steuerung ist die eine Säule, konsequente Qualitätssicherung die andere. Und Qualität steht und fällt mit den Mitarbeitern. Deshalb investiert der DSW gezielt in eine Trainingsumgebung, die den Kontrollalltag realistisch abbildet und Aus- und Fortbildung fest in den Betrieb integriert. Die Lehrinhalte orientieren sich an der Praxis und werden fortlaufend an aktuelle Anforderungen der Luftsicherheit angepasst. Neben Rechtsgrundlagen und Methodenwissen geht es dabei vor allem um moderne Kontrolltechniken und das richtige Verhalten in anspruchsvollen Situationen. Um das Personal bestmöglich vorzubereiten, stehen im Schulungszentrum spezielle GPA- und OTS-Räume sowie jeweils Räumlichkeiten für ETD- und Personenkontrollen zur Verfügung. So lassen sich Handgriffe, Kommunikation an Schnittstellen und das Zusammenspiel im Team unter Bedingungen üben, die dem späteren Einsatz möglichst nahekommen. Sichtbar wird diese Qualitätssicherung bei der technischen Ausstattung. Seit März 2026 steht mit dem Modell HI-SCAN 6040 CTiX von Smiths Detection ein hochmodernes eigenes CT-Röntgengerät zur Verfügung, das an immer mehr Flughäfen zum Einsatz kommt. Bei der Kontrolle können Flüssigkeiten und Elektronik im Handgepäck verbleiben. Der DSW besitzt als bisher einziger Dienstleister diese Technik für Trainingszwecke und nutzt sie, um Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu üben. Ergänzt wird die Ausstattung u. a. durch den Sicherheitsscanner QPS 201 von Rohde & Schwarz. Der Bedarf ist hoch: Das eigene Schulungszentrum ist gut ausgelastet. Ein klares Signal dafür, wie zentral das Thema Aus- und Weiterbildung für verlässliche Sicherheitskontrollen bleibt. Abgesehen von der technischen Ausstattung hat der DSW 2025 mit dem Umzug in größere, moderne Räumlichkeiten direkt am Flughafen auch in den Standort Düsseldorf investiert. Auf vier Etagen und rund 3.000 Quadratmetern sind das Schulungszentrum, die Verwaltung sowie Räumlichkeiten für den Betriebsrat untergebracht. Der Umzug ist erfolgreich abgeschlossen und unterstützt, was in der Luftsicherheit zählt: kurze Wege, schnelle Abstimmungen und eine Organisation, die im Zusammenspiel mit Bundespolizei und Flughafen belastbar bleibt.

Potenziale erkennen, nachsteuern, Wirkung prüfen 

Stabile Abläufe entstehen nicht nur durch Planung, sondern auch durch die Fähigkeit, Verbesserungspotenziale früh zu erkennen und konsequent nachzusteuern. Glenn Murphy, seit November 2025 als Director Operations zurück beim DSW, setzt dafür auf hohe Reaktionsgeschwindigkeit: „Wenn wir sehen, dass etwas besser werden kann, reagieren wir schnell. Und wir prüfen die Wirkung unserer Maßnahmen engmaschig im Monitoring.“ Konkret zeigt sich das in Anpassungen wie der Umstellung auf schichtbezogene Aus- und Fortbildung oder der Erhöhung der Ausbilderzahl. Entscheidend ist dabei die Nachprüfung im Betrieb, damit Verbesserungen nicht nur beschlossen, sondern auch spürbar werden. Was die Arbeit des DSW in Zukunft ausmacht? Für Murphy steht fest: „Wir wollen, dass Mitarbeiter, Partner und Passagiere zufrieden sind, und so unseren Beitrag zu einem positiven Flughafen-Erlebnis leisten. Dafür müssen die Luftsicherheitskontrollen stabil, effizient und qualitätsgesichert laufen.“ Grundlage dafür sind die enge Zusammenarbeit mit Bundespolizei und Flughafen, die eigenständige Personalplanung sowie Investitionen, die im Alltag wirken. So entsteht Verlässlichkeit in einem Umfeld, das täglich auf Präzision angewiesen ist.

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